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Beta-Hydroxysäuren | In Kosmetika | Auswirkungen Auf Die Haut

Was ist das?

Beta-Hydroxysäuren (β-Hydroxycarbonsäuren oder BHA) sind organische Säuren, bei denen die Hydroxygruppe (-OH) an dem der Carboxygruppe (-COOH) benachbarten Kohlenstoffatom sitzt.

Bei den Alpha-Hydroxysäuren hingegen sind die zwei funktionalen Gruppen durch ein einziges Kohlenstoffatom getrennt.

Wenn man in der Kosmetik von Beta-Hydroxysäuren spricht, bezieht man sich in erster Linie auf die Salicylsäure.

Zu den in der Kosmetik zum Einsatz kommenden Alpha-Hydroxysäuren zählen hingegen Glykolsäure Apfelsäure, Weinsäure, Citronensäure und Milchsäure.

Salicylsäure

Anwendung in Kosmetika

Salicylsäure unterscheidet sich durch folgende Eigenschaften von den Alpha-Hydroxysäuren:

  • eine höhere Säure, die jedoch durch die höhere Molekülmasse kompensiert wird;
  • Löslichkeit in Öl und Hautfetten;
  • Vorhandensein eines Benzolrings, der ihr gute antimikrobielle Eigenschaften verleiht.

Aus diesen Gründen wird Salicylsäure häufig und wirksam in Produkten zur Behandlung von Akne und Mitessern verwendet.

Salicylsäure (INCI Salicylic acid) kommt hauptsächlich bei der Formulierung von Lotionen, Cremes, Reinigungsprodukten und Gels zur Behandlung von unreiner und zu Akne neigender Haut zum Einsatz.

Salicylsäure übt eine gute keratolytische Aktivität aus.

Ihre akantholytische Wirkung verringert die Haftung zwischen den Zellen der Epidermis und führt zu einer Ausdünnung des Stratum Corneum, was ein rascheres Entfernen der Korneozyten erleichtert.

Diese gesteigerte Schälwirkung zeigt sich in den traditionellen Vorteilen, die chemischen Peelingbehandlungen zugeschrieben werden:

  • aufhellende Wirkung und mehr Leuchtkraft für die Haut;
  • Komedolytische Wirkung für eine erleichterte Entleerung von Zysten und Mikrozysten;
  • Steigerung des Zellumsatzes;
  • Stimulierung der Kollagen- und Elastinsynthese;
  • bessere Resorption anderer Wirkstoff, die unmittelbar danach auf die Haut aufgetragen werden.

Aufgrund ihrer keratoplastischen Wirkung wird Salicylsäure zur Linderung von Haut- und Kopfhauterkrankungen, wie Schuppen, Hühneraugen, Hornschwielen, Warzen und verschiedenen Hyperpigmentierungen (insbesondere postinflammatorische Hyperpigmentierung und Melasma) verwendet.

Sicherheit und Nebenwirkungen

Gemäß Anhang III der neuen Verordnung über kosmetische Mittel darf Salicylsäure in Haarspülungen mit einer maximalen Konzentration von 3% verwendet werden, während die maximal zulässige Konzentration für alle anderen Produkte bei 2% liegt.

Höhere Konzentrationen von Beta-Hydroxysäuren können in der Schönheitsmedizin bei der Behandlung von Aknenarben, Altersflecken und Melasma verwendet werden.

Salicylsäure darf – mit Ausnahme von Shampoo – nicht in Produkten verwendet werden, die für Kinder unter 3 Jahren angezeigt sind.

Produkte mit einer hohen Konzentration an Weinsäure sollten nur von Fachärzten für Dermatologie und Schönheitsmedizin verwendet werden.

Ausgeprägte Peelingbehandlungen mittels hoher Konzentrationen an Beta-Hydroxysäuren könnten zu folgenden Nebenwirkungen für die Haut führen:

  • lokale Reizungen;
  • Schmerz;
  • Juckreiz;
  • Ödeme;
  • Rötungen an der behandelten Stelle;
  • Überempfindlichkeit an der behandelten Stelle.

Die Patienten sollten einige Tage vor der Behandlung und insbesondere danach UV-Strahlung vermeiden.

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Scrub und Peeling