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GHK-Cu | Kosmetische Anwendung und Vorteile für die Haut

Was ist GHK?

GHK ist ein natürliches bioaktives Peptid im menschlichen Serum und wird in Kosmetika eingesetzt, um Falten zu verringern.

Es handelt sich um das Tripeptid Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin, das aus den Aminosäuren Glycin, Histidin und Lysin besteht.

GHK besitzt mehrere biologische Wirkungen. Insbesondere kann es:

  • die Synthese von Kollagen, Elastin und Glykosaminoglykanen steigern und dadurch die Funktion dermaler Fibroblasten unterstützen;
  • das Wachstum von Blutgefäßen und Nerven anregen.

Auf diese Weise kann GHK die Gewebereparatur der Haut und anderer Gewebe unterstützen.

Verwendung in Kosmetika

Da Peptide hydrophile Moleküle sind, können sie die äußere Hautschicht, die Hornschicht, nur schwer durchdringen und die Fibroblasten der darunterliegenden Dermis erreichen 15.

Auch freies GHK besitzt daher nur eine geringe Hautpermeabilität.

Das Peptid hat eine sehr hohe Affinität zu Kupfer (Cu) und bildet damit das Chelat GHK-Cu.

Neben GHK-Cu können Kosmetika auch den Komplex von GHK mit Palmitinsäure enthalten, der als Pal-GHK bezeichnet wird.

Sowohl die Komplexbildung mit Kupfer als auch das Einführen eines hydrophoben Anteils erhöhen die Permeabilität von GHK bei topischer Anwendung. Dem gleichen Zweck kann die Verkapselung in Freisetzungssysteme wie Nanoemulsionen, Lipidnanopartikel und Liposomen dienen 20.

Auch eine Vorbehandlung der Haut mit Mikronadeln, wie beim Microneedling, oder mit anderen physikalischen Methoden wie Iontophorese, Sonophorese und Elektroporation könnte die Aufnahme von GHK durch die Haut erhöhen.

Wofür wird es verwendet?

GHK besitzt entzündungshemmende Eigenschaften und ist am Gewebeumbau beteiligt.

Für GHK-Cu wurde unter anderem gezeigt, dass es den Umbau der Haut, die Wundheilung und -regeneration sowie die Vorbeugung beziehungsweise Verringerung von Falten fördern kann.

Daher wird es in topischen Anti-Aging-Kosmetika als bioaktives Peptid mit biostimulierender Wirkung eingesetzt.

GHK-Cu fördert außerdem die Knochenheilung und verbessert die Anhaftung osteoblastischer Zellen, möglicherweise durch eine erhöhte Kollagensynthese 14, 15.

Neben der Geweberegeneration und einer verbesserten Synthese von Kollagen und Glykosaminoglykanen kann GHK das Nervenwachstum und die Angiogenese steigern. Vorläufige Beobachtungen deuten darauf hin, dass es den kognitiven Abbau bei gealterten Mäusen über entzündungshemmende und epigenetische Signalwege teilweise umkehren könnte.

Vorteile für die Haut

GHK-Cu 13, 12:

  • regt die Kollagensynthese in Fibroblasten, den Zellen der tieferen Hautschichten, an und kann dadurch zur Wundheilung beitragen; dies erklärt seinen Einsatz in Anti-Aging-Formulierungen;
  • wirkt proliferationsfördernd auf Keratinozyten, die Zellen der oberflächlichen Hautschichten, und reguliert deren Proteinexpression.

GHK-Cu könnte daher 1:

  • erschlaffte Haut straffen und der Ausdünnung gealterter Haut entgegenwirken;
  • die Proteine der schützenden Hautbarriere reparieren;
  • Festigkeit, Elastizität und Klarheit des Hautbildes verbessern;
  • feine Linien und Faltentiefe verringern und die Struktur gealterter Haut verbessern;
  • lichtbedingte Schäden, fleckige Hyperpigmentierung, Pigmentflecken und Hautläsionen reduzieren;
  • das allgemeine Erscheinungsbild der Haut verbessern;
  • die Wundheilung anregen;
  • Hautzellen vor UV-Strahlung schützen;
  • Entzündungen und Schäden durch freie Radikale verringern;
  • Wachstum und Dicke der Haare sowie die Größe der Haarfollikel erhöhen.

Was sagen die Studien?

Diese Eigenschaften von GHK-Cu wurden vor allem in Zellstudien beobachtet. Ergebnisse einiger Tierstudien und weniger klinischer Untersuchungen scheinen jedoch ebenfalls günstige Wirkungen auf die Haut zu bestätigen.

Eine Studie mit 20 Personen verglich eine einmonatige topische Behandlung mit verschiedenen Kosmetika, die GHK-Cu, Vitamin C, Melatonin oder Tretinoin enthielten.

Der Vergleich von Hautbiopsien vor und nach einem Monat ergab, dass GHK-Cu am wirksamsten war. Die Prokollagensynthese durch Fibroblasten der papillären Dermis stieg um 70 %, gegenüber 50 % bei Vitamin C und 40 % bei Retinsäure 14.

In einer anderen Studie wurde eine GHK-Cu-Creme 12 Wochen lang im Augenbereich von 41 Frauen mit leichtem bis fortgeschrittenem Photoaging angewendet.

Die Behandlung erzielte bessere Ergebnisse als das Placebo und eine Vitamin-K-Creme: Linien und Falten nahmen ab, Hautdicke und -dichte zu 15.

In einer weiteren Studie wurde eine GHK-Cu-Creme 12 Wochen lang bei 71 Frauen mit leichtem bis fortgeschrittenem Photoaging angewendet. Die Hautdichte und -dicke nahmen zu, während Hauterschlaffung, feine Linien und Faltentiefe zurückgingen 16.

Gegenanzeigen und Nebenwirkungen

Bislang wurden keine Studien zu möglichen Nebenwirkungen dieses Peptids veröffentlicht.

Die langjährige Verwendung von GHK-Cu in Kosmetika spricht jedoch für eine gute Anwendungssicherheit.

Behandelte Themen
Anti-Falten-KosmetikBiomimetische Peptide